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Cash’n Guns (bzw. Ca$h’n Gun$)

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Kommen wir heute mal zu meinem Highlight von der Spielemesse 2005: Cash’n Guns. Gleich vorweg: Das Spiel ist sicher nicht jedermanns Geschmack, da man mit Schaumstoffwaffen auf seine Mitspieler zielen muss. Meinen Humor trifft es aber perfekt und auch die skeptischeren Mitspieler waren sehr schnell überzeugt.

Cash’n Guns

Worum gehts? Die Spieler sind Ganoven, die gerade erfolgreiche einen Überfall getätigt haben. Jetzt sitzen sie also in ihrem Unterschlupf und wollen die Beute (gaaanz viel Geld) möglichst gerecht unter sich aufteilen. Und damit da jeder einzelne für sich am gerechtesten behandelt wird, nutzt man dazu einfach mal die Macht der Waffe.

Acht Runden lang kommt ein zufälliger Geldbetrag in die Tischmitte, der verteilt werden soll. Die Spieler wählen geheim aus, wie ihre Waffe geladen werden soll (meistens gar nicht, zweimal normal und einmal extra schnell) und zielen dann zeitgleich auf einen Mitspieler ihrer Wahl. Dabei natürlich extrem böse gucken, damit derjenige mit der Waffe im Gesicht ganz viel Angst bekommt (eine geladene Waffe tut ihm nicht gut) und sich aus der aktuellen Verteilrunde zurückzieht. Je mehr sich zurückziehen oder angeschossen werden (dreimal angeschossen zu werden bedeutet übrigens das vollkommene aus), desto geringer ist natürlich die Anzahl der Leute, unter denen das Geld aufgeteilt werden muss ;-)

Besonders deutlich wird hier das Prinzip der schnellen Rache: Wer dir deinen super Deal versaut hat, der kriegt in der nächsten Runde gleich mal fett die Knarre an die Schläfe gedrückt. Und der reichste Spieler darf sich auch vor einer Runde mental auf ziemlich viel Metall Schaumstoff vor seiner Nase “freuen”. Und wenn es das alles gerade nicht gibt (z.B. weil es die erste Runde ist), dann weiß ich nicht, was in euren Spielrunden passiert, bei mir ist es irgendwie immer so, dass alle auf mich zielen. Ich weiß noch nicht warum, entweder, weil ich das Spiel so aggressiv erkläre und ich somit dierkt mal als gefährlich eingestuft werde, oder weil ich auch sonst als “fieser Spieler” eingestuft werde. Wenn ich das Spiel mit anderen zum ersten Mal spiele, überlebe ich auf jeden Fall selten bis zum Schluss.
Das ist aber nicht wirklich so schlimm, da man schnell noch eine neue Partie dranhängen kann (und meistens auch will). Hier ist es dann natürlich so, das der der Gewinner der letzten Runde dieses mal eher geringe Chancen hat. Wär ja auch noch schöner…

Und “noch schöner” wirds mit zwei Varianten, die dem Spiel beiliegen. Zum einen wäre da die Variante, bei der jeder Spieler zufällig eine Spezialfähigkeit zugelost bekommt. Das könnte zum Beispiel sein, dass er erstmal gucken kann, auf wen die anderen denn so gezielt haben und sich dann erst selbst entscheiden muss. Das kann schon eine gewisse Sicherheit verschaffen. Oder aber auch Fähigkeiten, die darauf bedacht sind, einen Spieler komplett auszuschalten (also dreimal anzuschießen). Der Undertaker verdient dann nämlich Geld und ein anderer Spieler bekommt dann die nun freigewordene Waffe und kann nun mit beiden Händen zielen (gerne auch mit beiden Waffen auf einen Spieler, das haut dann so richtig rein).
Als ich das Spiel auf der Messe gekauft habe, gabs noch eine limitierte Spezialfähigkeit: Die Schrotflinte (auch aus Schaumstoff und schön groß). Mit ihr kann man auch zwischen zwei Leute zielen und trifft dann (zufallsabhängig) 0-2 der Spieler. Insgesamt gibt es 10 Superkräfte (mit der Schrotflinte sind es dann 11), was bei einer maximalen Zahl von 6 Spielern bedeutet, dass man nie weiß, welche denn nun im Spiel ist (meist sind sie bis zum Einsatz geheim, die Schrotflinte ist aber z.B. nicht zu übersehen…). Und so kann man es sich dann auch erlauben , eine Spezialfähigkeit einfach komplett aus dem Spiel zu nehmen. So ist bei uns die “Handgranate” nie dabei, da sich da noch nie jemand drüber gefreut hat. Die ist einfach nur komisch…

In der zweiten Variante wirds dann für einen Spieler besonders gefährlich, er ist nämlich ein verdeckter Ermittler und versucht während des Spiels Verstärkung zu rufen, damit der ganze Laden auffliegt. Das läuft dann so ab, dass nach jeder Geld-Verteil-Runde die beteiligten Spieler (also ohne die Angeschossenen und Feiglinge) eine Karte verdeckt unter dem Tisch rumgehen lassen, die der Polizist umdrehen darf. Am Ende wird sie dann gezeigt. Wurde sie umgedreht, ist klar, dass unter den Leuten der Polizist, wodurch mit der Zeit die Schlinge immer enger gezogen wird. Dem Polizist muss dies aber in einer bestimmten Zeit dreimal gelingen und dann muss er auch noch bis zum bitteren Ende überleben (und darf bei auf ihm gerichteten Waffen keine Angst mehr zeigen). Hier gehört eine große Portion Glück dazu, bisher konnte der Polizist bei uns noch nicht wirklich oft gewinnen. Hilfreich ist es da, wenn man die anderen Spieler gegeneinander aufhetzen kann. Aber das macht dann auch wieder verdächtig…

Alles in allem ist Ca$h’n Gun$ ein wunderbares Spiel mit tiefschwarzem Humor und dazu passender grafischer Umsetzung. Die geht wirklich bis ins kleinste Detail, wie man z.B. an dem reich betexteten Geldschein erkennen kann:

Cash’n Guns Geldschein

Für alle, die sich vorstellen könnten tarantinomäßig die Waffe auf seine Freunde zu richten, gibts an dieser Stelle einen unbedingten Kaufbefehl. Alle anderen sollten es sich aber auch mal angucken, es macht einfach zu viel Spaß…

Mit der Erweiterung “Cash und Guns, Yakuza” kann man das ganze übrigens auch noch in Teams spielen. Hinzu kommen die Japaner, die mit Wurfstern und Messern agieren. Dadurch wird das ganze aber dann doch einigermaßen unübersichtlich, wir sind meist dann doch beim Baissspiel geblieben, vor allem, da immer ein Anfänger dabei war und bis man die Basisregeln (das geht schnell) und auch noch die Erweiterungsregeln (das dauert) erklärt hat, ist die Motivation dann weg. In eingespielten Runden sollte das aber nochmal neuen Schub geben. Die Yakuza-Erweiterung enthält übrigens auch die oben beschriebene Schrotflinte, für alle, die sie auf der Messe nicht abbekommen haben.
Zudem gibt es noch eine Uzi, die ich aber selber noch nicht ausprobiert habe.

Name: Cash’n Guns (Ca$h’n Gun$)
Verlag: Repos ProductionGames
Autor: Ludovic Maublanc
Spieler: 4-6
Dauer: 20 Minuten

Alter: ab 10 Jahren
Gefällt mir, wenn: ich schwarzen Humor habe und gerne bluffe.
Positiv: witzige Grafik, gutes Material, sehr viel Spaß.
Negativ: noch mehr Spieler wäre bestimmt noch besser
Regeln: schnell erklärt, nach einer Runde verstanden

Für: Einsteiger, Fortgeschrittene, Vielspieler, Bluffer

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4 Kommentare

  1. Roke sagt

    am 9. Mai 2007 @ 11:47

    Tolles Foto. Gibt’s die T-Shirts wirklich oder sind die gefaked? Außerdem sieht man mal Deinen Verlobungsring in Nahaufnahme :razz:

    Ich hab’ “Cash’n Guns” bisher nur zweimal bei Dir gespielt und fand’ es SUPER! Es ist ein sehr aktives Spiel, wo viel passiert. Es ist ein sehr lustiges Spiel (vielleicht ging es nur mir so, oder lag’s am Bier, aber bei manchen der “böse kuckenden” Gesichtern musste ich eher lachen) – und es ist ein sehr spannendes Spiel, da es doch auch ein wenig Nervenkitzel mit beinhaltet (was für die echten Zocker!).
    Die erste von Dir beschriebene Variante hatte mich allerdings nicht umgehauen. Meiner Meinung nach erweitert sie das Spiel nur minnimal. Zur zweiten Variante kann ich nichts sagen.

    Tja, und dann wären da noch die Waffen. Ich hatte jetzt zwar mit den Schaumstoffdingern kein Problem, aber das Zielen der Schaumstoffwaffe auf einen anderen Spieler hatte vor allem am Anfang schon einen kleinen “Beigeschmack”. Wenn ich mir so vorstelle, das mit einem 10jährigen Kind zu spielen. Ich weiß nicht.

    Trotzdem bleibt es ein geniales Spiel!

    Von mir gibt’s 4 von 5 :wink:

  2. donvanone sagt

    am 9. Mai 2007 @ 11:53

    Das blaue T-Shirt gibt es wirklich, das rote ist entsprechend nachbearbeitet. Werde halt langsam zu nem echten Schwaben :grin:
    Und ja, die Spezialfähigkeiten sind nur eine Mini-Erweiterung, machen es aber schon abwechslungsreicher. Ich würd das einfach mal als “Hauptspiel” bezeichnen und den Urmodus ohne Varianten nur als Einstigesrunde. Denn direkt mit den Spezialfähigkeiten anzufangen wäre für den Neuling zu viel auf einmal, das geht nicht gut…

  3. Nils Hitze sagt

    am 10. Mai 2007 @ 15:24

    Hammer Sache, vor allem mit dem entsprechenden Pegel intus. Muss natürlich mit Sonnenbrillen und schwarzen Mänteln gespielt werden um den Coolnessfaktor zu erhöhen. Ist allerdings von deiner Beschreibung her nix für Kids.

  4. donvanone sagt

    am 11. Mai 2007 @ 00:03

    Ne, Kinder würde ich das nicht spielen lassen. Finde die Altersbeschränkung (10 Jahre) auch zu niedrig.

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