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Dons Spielemesse-Nachbetrachtung 2015

Gibt es noch jemanden, der dieses Blog versehentlich oder in nicht enden wollender Hoffnung auf eine Wiederbelebung besucht?
Dann möchte ich nicht weiter stören, sondern nur euch nur mal “kurz” rüber zu meinem Hauptblog (ebenfalls nahezu tot) schicken, wo ich all die 41 Spiele, die ich dieses Jahr auf der Essener Spielemesse (an-)gespielt habe, kurz kommentiere.

Kurzkritiken zur Spiel 09 – Tag 3 + Bonusmaterial

Hier nun der dritte und letzte Teil meiner Kurzkritikreihe von der Spielmesse (hier gehts zu Teil 1 und Teil 2). Da die Messe am Samstag irgendwie viel zu voll war (und wir kein glückliches Händchen mehr bei der Spielauswahl hatten), haben wir an diesem Tag den Messebesuch frühzeitig abgebrochen. Irgendwann ist ja auch mal gut…
Man beachte, dass meine Meinungen hier nur auf einem einmaligen Probespiel basieren, das oft auch gar nicht bis zum Ende gebracht wurde. Die Wertungen sind der Mittelwert von meiner Wertung und der von Frau Bü. Weit auseinander lagen wir aber nie.
Alle Links sind übrigens Partnerlinks, d.h. wenn ihr über diese das Spiel kauft, zahlt ihr so viel wie sonst auch, ich selber bekomme davon aber einen kleinen Teil Provision…

Zambezi (Giseh)
Ein ganz merkwürdiges Spiel. Die Grundidee mag ja nicht schlecht sein. Jeder Sieler hat Steine seiner Farbe, die er auf ein Spielbrett (sagen wir ein schmales Schachbrett, 4*8 Felder oder so) setzen darf. Dabei darf man eigene Steine auch auf gegnerische setzen, maximal darf so ein Turm pro Feld aber nur 4 Steine hoch sein. Und wenn man nun (von oben betrachtet, d.h. die Höhe spielt keine Rolle, nur der oberste Stein) ein Viereck mit eigenen Steinen bilden kann, bekommt man dafür Punkte. Einfach, aber langweilig. Darum haben sich die Macher wohl die folgenden Eigenschaften ausgedacht, die das ganze dann vielleicht nicht mehr ganz so langweilig machen, dafür aber einfach nur noch unschön.
Denn die Spielfiguren aller Spieler liegen in einem Beutel, aus dem man jede Runde einen Stein zieht, den man dann setzten muss. D.h. man setzt nicht zwangsläufig einen eigenen Stein, sondern auch öfter mal einen des Gegners. Macht es etwas schwerer (und glückslastiger), sich eine punkteträchtige Kombination aufzubauen. Aber ok, vielleicht gelingt es mir ja doch mal, eine brillante Situation aufzubauen. Dumm wird es dann, wenn ich einen der verschiedenen Spezialsteine ziehe. Da kann es nämlich passieren, dass einfach mal die Spielfarben getauscht werden. D.h. meine mühsam aufgebaute Punktesituation geht an den Gegner über,d er jetzt nur noch “ernten” muss. Ärgerlich und frustrierend. Und da die Steine nicht gleichverteilt kommen, spielt das Ziehglück enorm mit, von Strategie ist kein Funke mehr übrig. Irgendwie ist nix mehr übrig.
Ein ganz merkwürdiges Spiel…
Wertung: 3/10 (eigentlich noch zu hoch…)

Panic Tower (Goliath)
Panic Tower geht ein wenig in Richtung “Jenga”, nur dass man hier nicht ab- sondern aufbaut. In der Mitte liegt ein Plan mit 9 verschiedenfarbigen Grundflächen, auf die 9 Türme gebaut werden. Die Spieler ziehen reihum Karten und müssen deren Aufgaben erfüllen (z.B. 2 große Teile auf den Turm auf der gelben Grundfläche und einen kleinen Teil auf den roten. Oder stelle den kompletten blauen Turm auf den gelben). Mit der Zeit werden die Türme also immer höher, so das es nur eine Frage der Zeit ist, bis alles zusammenkracht. Das kann aber deutlich länger dauern, als man meinen mag, wie auch ein Kameramann feststellen musste, der unseren Turm. Zusammenbruch gerne festhalten wollte und sich dafür dann doch etwas gedulden musste.
Ich mag so Geschicklichkeitsspiele ja und “Panic Tower” macht sicher mehr Spaß als Jenga, welches meiner Meinung nach relativ schnell langweilig wird. Mein Favorit in dieser Kategorie ist aber immer noch die Hamsterrolle.
Wertung: 6/10

Fast Food (Goliath)
Die Spieler decken reihum Hamburger-Zutaten auf, liegen irgendwo zwei gleiche, haut man auf die Glocke und darf es sich nehmen. Klingt nach “Halli Galli” und vielen anderen Spielen. Langweilig…
(In der Kategorie reizt mich nur Snorta (huch, die Deluxe-Version ist ja billiger als das Original…), dass die Glocke weglässt und dafür einiges mehr an Konzentration und Merkfähigkeit verlangt)
Wertung: 2/10

Burger Joint (Abacus)
Mal wieder der Versuch, ein gescheites Zweipersonenspiel an Land zu ziehen, aber auch hier konnten wir nicht überzeugt werden. Zu wenig Interaktion, zu wenig Einfluss, zu wenig Spannung und zu Monoton. Schade…
Wertung: 4,5/10

Die Priester des Ra (Abacus)
Ich kenne das Original “Ra“-Spiel nicht, bei “Die Priester des Ra” handelt es sich aber wohl um eine Neuauflage des alten (von vielen geschätzten) Klassikers, der ein paar Regeländerungen zugeführt wurden, die das ganze wohl noch etwas taktischer machen (z.B. sind manche Versteigerungsplättchen zweiseitig, so dass man sich nach dem Ziehen entscheiden muss, welche Seite man anbietet).
Hier ist unsere Wertung auch nicht wirklich berauschend, aber hier würde ich mal vermuten, dass zwei Spieler einfach die falsche Anzahl war, würde dem Spiel mit mehr Spielern gerne nochmal eine Chance geben.
Wertung: 5/10

Ra – Das Würfelspiel (Abacus)
Ein weiterer Ableger der Ra-Reihe, diesmal ein Würfelspiel, was bei uns auch auf der Wunschliste stand. Aber auch das Würfelspiel konnte uns nicht überzeugen (war echt kein guter Tag, hiernach haben wir dann auch aufgrund der immer voller werdenden Hallen den Messebesuch dann abgebrochen), oft waren die einzelnen Runden viel zu schnell vorbei (hängt von den Würfeln ab), so dass die vielen verschiedenen Wertungssteine kaum bewegt werden konnten, was nicht sonderlich motivierte.
Wertung: 4/10

Bonusmaterial: Süddeutsche Spielemesse

Und da ich am Wochenende noch auf der Süddeutschen Spielemesse in Stuttgart war, hier auch noch mein Eindruck zu den dort neu kennengelernten Spielen (waren nicht so viele, da auch andere Messen interessant waren und wir uns nicht nur mit spielen beschäftigt haben):

Tac für 6 Spieler
Seit ich die Süddeutsche Spielemesse besuche (dieses Jahr zum dritten Mal) gehört es dazu, dazu, dass ich dort Jan vom Brettspielblog am TAC-Stand treffe und wir dort eben eine Runde TAC spielen.
Es handelt sich grob gesagt um eine Art “Mensch ärgere dich nicht”, nur mit Karten statt Würfel und dass man in Teams spielt. Hätte ich es weniger grob gesagt, wäre euch auch klar geworden, dass das ganze deutlich taktischer und strategischer ist, als mein “Mädn”-Vergleich es glauben lässt. Mehr Infos lest ihr einfach auf der TAC-Homepage nach.
Naja, in diesem Jahr haben wir also mal statt der üblichen 4er-Partie eine 6er-Partie gespielt. Hat mir persönlich nicht ganz o gut gefallen,d a das ganze etwas zäher und weniger plan- und beeinflussbar wird. Immer noch ein gutes Spiel, aber bei dem Preis (die schicken Spielbretter sind halt Unikate) sollte man dann doch zur 4er-Version greifen, die sich wirklich lohnt.
Wertung: 7/10 (die 4er-Version bekäme 9/10)

Die Tore der Welt
Das Spiel zum gleichnamigen Buch von Ken Follet, welches die Fortsetzung zu “Die Säulen der Erde” ist, wozu es auch ein gutes Brettspiel gibt.
Spielerisch (zur Umsetzung des Romans kann ich nichts sagen, habe die Bücher nicht gelesen) erinnert es nicht wirklich an den ersten Teil (aber als Spieler will man ja auch Abwechslung im Spieleregal, weswegen das bitte als Pluspunkt zu sehen ist), grafisch dagegen sehr, was gut ist, denn beide Spiele sehen sehr schick aus.
Worum es in dem Spiel geht, kann ich irgendwie nicht wirklich zusammenfassen, man lebt einfach vor sich hin, muss immer mal wieder ein paar Dinge erfüllen (Steuern zahlen, Fromm genug sein und Nahrung parat haben), verkauft ab und an mal ein wenig Wolle oder Tücher und heilt Pestkranke.
Das Problem ist, dass ich auch im Spiel nie so recht wusste, was ich denn jetzt gerade am geschicktesten mache, die Pflichtabgaben hinderten einen oft daran, nach dem eigentlichen Ziel (den Siegpunkten) zu streben. Aber so muss das sein, eine gute Strategie soll ja nicht offensichtlich sein, sondern muss hart erarbeitet werden. Sehr gelungen finde ich auch den vorher nie gesehenen Mechanismus, dass am Anfang einer Runde immer ein Spieler entscheiden muss, was jeder einzelne Spieler als Einnahme bekommt. Diese Wahl ist natürlich nicht frei, sondern relativ begrenzt, was einen oft in gewisse Konflikte bringt.
Denke mal, das Spiel könnte Weihnachten unter dem Baum auf mich warten ;-)
Wertung: 8/10

Zack & Pack
Ich bin jemand, der gerne Knobelaufgaben macht. Sowas wie Tangram, oder eben das Spiel “Ubongo”. Nun ist es aber so, dass man sowas lernen kann, wenn man es öfter macht (wer öfter IQ-Tests macht, kann das bestätigen) und man daher schnell einen Vorteil gegenüber neuen Mitspielern hat. Ein Grund,w arum ich Ubongo nicht oft auf den Tisch stellen darf…
Auf der Messe wollte ich dann eigentlich Ubongo 3D testen, was der ganzen Sache noch mehr Kniff gibt, aber aus eben diesem Grund hab ich mich dann doch dagegen entschieden und statt dessen das thematisch ähnliche “Zack & Pack” auf den Tisch gestellt.
Der Vorteil hier: Es ist nicht wichtig, wie schnell man die Teile “korrekt” anordnet, hier hat man so viel Zeit wie man möchte. Keine Zeit hat man allerdings bei der Auswahl des Lastwagens, auf dem man seine Ladung (Holzteile mit unterschiedlicher Länge, die einem per Würfel zugewiesen werden) unterbringen muss. Nachdem jeder Spieler seine Ladung erhalten hat, werden gleichzeitig die Lastwagen (mit unterschiedlicher Grundfläche und Beladungshöhe) aufgedeckt und jeder Spieler muss so schnell wie möglich den Wagen nehmen, auf dem seine Ladung am Besten unterkommt. Hier ist eine schnelle Auffassungsgabe, räumliches Vorstellunsgvermögen und Glück von Vorteil.
Der Glücksfaktor ist es nun, der das Spiel bei meinen Mitspielern sicher besser ankommen lassen würde, als es Ubongo tut. Bin aber nicht sicher, wie oft ich mit Zack & Pack ankommen dürfte…
Wertung: 7,5/10

Kurzkritiken zur Spiel 09 – Tag 2

Hier nun Teil 2 meiner Kurzkritikreihe von der Spielmesse (hier gehts zu Teil 1).
Man beachte, dass meine Meinungen hier nur auf einem einmaligen Probespiel basieren, das oft auch gar nicht bis zum Ende gebracht wurde. Die Wertungen sind der Mittelwert von meiner Wertung und der von Frau Bü. Weit auseinander lagen wir aber nie.
Alle Links sind übrigens Partnerlinks, d.h. wenn ihr über diese das Spiel kauft, zahlt ihr so viel wie sonst auch, ich selber bekomme davon aber einen kleinen Teil Provision…

Morgenland – Das Kartenspiel (R&D Games)
Wie auch an Tag 1, kam das Highlight auch an diesem Tag gleich zu Anfang. Das original “Morgenland”-Spiel habe ich zwar nie gespielt und kann daher auch nicht sagen, wie viel dieses nun mit dem Kartenspiel zu tun hat, ich kann aber sagen, dass das Kartenspiel einen sehr interessanten Bietmechanismus hat und bis zum Ende spannend war. Und bei einem Preis von 8 Euro konnte man dann ja auch nicht nein sagen.
Wertung: 8/10

À la carte (Heidelberger)
Mal wieder ein Remake eines angeblichen Kult-Klassikers, den ich aber noch nicht kannte. Jeder Spieler kocht seine eigenen Gerichte, wobei er dafür zum einen den Herd auf die richtige Temperatur bringen muss (durch Würfelglück), als auch mit vier verschiedenen Gewürzstreuern das Gericht entsprechend dem Rezept würzen (durch Streuglück, was ich so auch noch nirgends gesehen habe).
Das Spiel lebt davon, dass es sehr schön aufgemacht ist, die Kochplatten sind dreidimensional, darauf schöne Töpfe, in die man mit Plastik-Gewürzstreuern kleine Plastik-Gewürzteilchen streut. Alles sehr schick und stimmig, aber ich vermute, dass der Spielspaß nicht ganz so lange hält. Wobei das Original dann nie Kult-Status erhalten haben könnte, vermutlich liege ich also falsch…
Wertung: 6,5/10

Chromino (Asmodee)
Dass es sich bei “Chromino” um die Abwandlung einer bekannten Spielidee handelt, brauch ich sicher nicht erwähnen, wichtig ist nur die Frage: Was ist hier denn anders als bei Domino?
Nun, ganz einfach: Statt zwei Feldern (z.B. einen Punkt und 5 Punkte), hat ein Stein bei Chromino drei Felder, die nicht durch Punktwerte, sondern Farben unterschieden werden. Um einen Stein nun anzulegen, müssen der Stein an zwei bisher ausliegende Felder passen und es darf keine Farbe neben einer anderen Farbe zum Liegen kommen. Ganz einfach und nicht so ganz innovativ. Brauchts in meiner Spielesammlung nicht…
Wertung: 4,5/10

Snow Tails (Asmodee)
Ein Spiel aus dem letzten Jahr, als es auf der Spielemesse nur so von Rennspielen wimmelte. Hatte ich mir damals keins von angeguckt und in der Nachberichterstattung eben “Snow Tails” dann als am interessantesten ausgemacht. Der Clou ist hier, dass man einen Hundeschlitten steuert, der von zwei Hunden gezogen wird. Die Geschwindigkeit der beiden Hunde (abzüglich der auch definierbaren Bremse) ergibt die Gesamtgeschwindigkeit des Schlittens und mit unterschiedlich schnellen Hunden lässt sich dann um die Kurve driften.
Klingt gut und spielte sich auch nicht wirklich schlecht, der letzte Pfiff hat aber gefehlt, irgendwie war es zu sehr nebenher gespielt, dazu noch eine zu große Abhängigkeit vom Kartenglück. Knapp am “kommt auf den Wunschzettel” vorbei.
Wertung: 6/10

Dice Town (Asmodee)
Frau Bü und ich hatten die Augen besonders nach Zweipersonenspielen oder Würfelspielen offen gehalten, leider relativ erfolglos.
“Dice Town” betrifft die Kategorie “Würfelspiel” (zu zweit eher nicht spielbar, darum hat hier der Erklärbär auch komplett mitgespielt) und obwohl ich völlig unvoreingenommen an das Spiel rangegangen bin, kann ich die Kritiken, die ich vorher schon gelesen hatte nur bestätigen und auch Frau Bü stimmte mir (tatsächlich völlig unvoreingenommen, da ohne Vorwissen) zu, dass das Spiel nicht komplett austariert ist. Eine Kombination (Damen) ist zu stark und macht so die eigentlich gute Idee (man würfelt Pokerblätter, wobei das beste Pokerblattt jetzt gar nicht soo viel bringt) kaputt. Sehr schade, hätte man mehr draus machen können.
Wertung: 5,5/10

Tobago (Zoch)
Von der Optik hat dieses Spiel die Höchstpunktzahl verdient, gibt es doch schicke Palmen und sehr schicke Statuen als Plastik-Skulpturen, die wirklich sehr hochwertig aussehen. Auch sonst alles sehr schick. Doch der Spielspaß wollte sich bei uns (kann auch an dem merkwürdigen Mitspieler liegen) nicht so wirklich einstellen. Durch Karten grenzt man die Lage verschiedener Schätze auf einer Insel ein (z.B. “der Schatz liegt neben einem Fluss” oder “er liegt im größten Gebirge) und versucht diese dann auch einzusammeln. Da die Einschränkungen selber auch Punkte bringen, ist es aber nicht ganz so wichtig, den Schatz auch wirklich als erster zu heben, was das ganze etwas entspannter macht. Aber etwas Spannung hätte dann doch gut getan, vielleicht haben wir aber auch nur die Nutzen der Artefakte zu wenig beachtet, denn laut einer anderen Kritik sind diese wohl der Schlüssel zum Spiel. ALso nochmal eine Chance geben? Schön aussehen tut es ja wirklich…
Wertung: 6/10

Schinderhannes (Clicker Spiele)
Es wird mal wieder Zeit für ein Remake. Diesmal vom Spiel “Old Town”, welches sich auch in meiner Spielesammlung befindet und vor allem aus optischer Sicht wirklich ein Remake nötig hatte. Man merkte dem Original schon an, dass es aus einem Kleinverlag stammte und vom Autor selber illustriert wurde. Bei “Schinderhannes” ist der Verlag der gleiche, der Autor aber ein Professioneller. Noch dazu ein guter. Sieht wirklich schick aus.
Vom Prinzip her ist es ähnlich wie das eben vorgestellte Tobago, denn auch hier muss man mit seinen Handkarten bestimmte Sachen auf Gebiete eingrenzen. Hier ist die Punkteverteilung aber intuitiver: Je mehr ich einen Ort eingrenzen kann, desto mehr Punkte bekomme ich.
Ein sehr nettes Logikspiel, welches nur nicht in meine Sammlung kommt, da ich den Vorgänger schon habe. Dass es neben der optischen Verbesserung auch ein paar spieltechnische Optimierungen gab, reicht da für mich nicht aus, eine Empfehlung kann ich aber doch abgeben, auch wenn ich “Schinderhannes” nicht gespielt habe.
Wertung: 7,5/10 (basiert nur auf dem Originalspiel und der Erklärung der Regeln)

Strada Romana (Games Initaly)
Pferdekarren fahren entweder von Rom nach Ostia oder andersrum und kaufen und verkaufen Waren. Jeder Spieler kann dabei jedes Pferd steuern und dort Waren oder “Anfrageplättchen” nehmen, wo eins der Pferde zu stehen kam. Unlogischerweise kann man dabei erst irgendwo die “Anfrage” mitnehmen, später woanders das “Angebot” und hat somit Siegpunkte verdient. Naja…
Auch sonst wusste das Spiel nicht so zu überzeugen, dass man dann noch auf Pferde wetten konnte (welche kommen zuerst an) machte das ganze noch merkwürdiger, da das alles nicht so wirklich zum Thema passt.
Wertung: 5,5/10

Atlantis (Amigo)
Amigo ist so ein Verlag für die seichtere Unterhaltung, bei dem man in der Regel auch mal länger sitzen kann um verschiedene Spiele durchzuspielen. Manchmal ist was tolles dabei (wie das geniale “Geschenkt ist noch zu teuer” das immer mal wieder auf den Tisch kommt, oder auch “Um Krone und Kragen“), oft ist es aber eben auch nur solala.
So wie Atlantis, welches vermutlich ein nettes Kinder- oder Familienspiel ist, aber in dieser Kategorie sicher auch kein Überflieger. Für uns aber gar nix.
Wertung: 3/10

Darwinci (Ludo Art)
Wieder ein optisch sehr ansprechendes Spiel (ist man von Ludo Art nicht anders gewohnt, der Name ist hier tatsächlich Programm), welches wir dank Messeschluss (also für diesen Tag) nur über ein paar Runden anspielen konnten.
Diese Zeit hatte nicht vollends gereicht, mich von dem sehr innovativen Bietmechanismus zu überzeugen, hier braucht man sicher mehr Zeug, um ihn zu verinnerlichen und zu verstehen um dann optimale Strategien zu fahren. Auch die Wertungsmöglichkeiten hatten mich mehr verwirrt (mag auch an der späten Stunde gelegen haben).
Ich würd dem Spiel mal noch eine zweite Chance geben, hier also nur eine sehr sehr vage Wertung.
Wertung: 5,5/10

Kurzkritiken zur Spiel 09 – Tag 1

Jedes Jahr spiele ich auf der Messe in Essen einen ganzen Haufen Spiele, aber nie hab ich mal meine Meinung zu diesen niedergeschrieben. Das soll sich dieses Jahr ändern. Darum gehts heute los mit den Spielen von meinem ersten Messetag (ich war drei Tage da, insgesamt (nur) 22 Spiele gespielt und 3 lediglich erklären lassen). Man beachte, dass meine Meinungen hier nur auf einem einmaligen Probespiel basieren, das oft auch gar nicht bis zum Ende gebracht wurde. Die Wertungen sind der Mittelwert von meiner Wertung und der von Frau Bü. Weit auseinander lagen wir aber nie.
Los gehts, alle Links sind übrigens Partnerlinks, d.h. wenn ihr über diese das Spiel kauft, zahlt ihr so viel wie sonst auch, ich selber bekomme davon aber einen kleinen Teil Provision…

Small World (Days of Wonder)
Die Neuauflage von “Vinci”, welches ich vor einiger Zeit auch mal gespielt habe. Small World sieht nicht nur besser aus, sondern hat auch noch ein paar Anpassungen erfahren, die ich hier jetzt aber nicht aufzählen werde. Wichtig ist doch nur, dass Small World in meinen beiden Testspielen sowohl mit 2 als auch mit 4 Spielern (5 können es maximal spielen) spannend und spaßig war.
Zählt zwar nicht als Messeneuheit (da es schon im Frühjahr in Nürnberg veröffentlicht wurde), aber dennoch mein diesjähriges Highlight und daher auch sofort gekauft. Nur die beiden Erweiterungen (noch?) nicht, denn 8 Euro für wenige zusätzliche Rassen war dann doch etwas viel…
Wertung: 8,5/10

Identik (Asmodee)
Auch eine Neuauflage, nämlich von “Portrayal”, welches ich zwar noch nicht gespielt, aber schon von gelesen und für “das sollte ich mir mal angucken” befunden habe. Kurzregel: Ein Spieler sieht eine Zeichnung, die er den anderen Spielern erklären muss. Diese haben dann (wenig) zeit, die Erklärung ihrerseits wieder in eine Zeichnung zu verwandeln. Anschließend gibt es Punkte. Allerdings nicht für Schönheit, sondern für die Erfüllung von bestimmten Kriterien, die dem Erklärer vorher auch nicht bekannt waren (z.B. die Lage zweier Dinge zueinander, die Anzahl von Streifen auf einem Pullover oder ähnliches).
Hört sich ok bis interessant an, ist dann gespielt aber doch noch lustiger, als ich es mir vorgestellt habe. Ja, es hat wirklich Spaß gemacht, war mir dann aber auch viel zu teuer (25 Euro), da man ja jedes Bild quasi nur ein einziges mal spielen kann, da man danach die Kriterien kennt. Aber in ein paar Jahren, wenn der Preis gesunken ist, könnte ich da noch zugreifen…
Wertung: 6/10

Steel Driver (Pegasus)
Nur ein Lückenfüller, da “Pandemie” gerade nicht frei war. Und wir waren dann auch nicht wirklich traurig, als wir das Spiel dann abbrechen mussten, als der Pandemie-Tisch frei wurde. Irgendwie war alles mehr kompliziert als komplex, nicht wirklich flüssig spielbar und nicht vorhersehbar, wer denn jetzt gut und wer schlecht ist.
Wertung: 3/10

Pandemie mit Erweiterung (Pegasus Spiele)
Von Pandemie hatte ich es hier ja schonmal. Jetzt konnte ich es also endlich spielen (in relativ leichtem Modus, mit einem der zusätzlichen Module aus dem Erweiterungsset) und konnte meine vorausgehende Begeisterung zum Glück bestätigen. Ein sehr schönes kooperatives Spiel, bei dem (zumindest in unserer Runde) zum Glück nicht der Kommandier-Modus (einer sagt quasi allen, was sie machen müssen) ausgebrochen ist, sondern jeder noch relativ frei für sich entschieden hat. Beides direkt auf meinem Wunschzettel gelandet.
Wertung: 8/10

Funkenschlag Farbikmanager (2F)
Hier handelt es sich (auch wenn es der Name vermuten lässt) nicht um eine (weitere) Erweiterung für das tolle Spiel “Funkenschlag“, sondern um ein eigenständiges Spiel, dass halt auch (unter anderem) Energie als Thema hat. Es geht darum, eine Firma auf den Gebieten Stromverbrauch, Produktivität, Lagerbestand und Arbeitskraft zu optimieren und möglichst viel Geld einzuspielen.
Der Bezug zu Funkenschlag ist dabei dann aber nicht nur über die Energie gegeben, sondern auch über das ähnliche Spielgefühl, dass durch die Versteigerung aufkommt. Trotzdem zwei sehr unterschiedliche Spiele, von dem Funkenschlag klar das Bessere ist, aber auch gut 2-3 mal so lange dauert wie der Fabrikmanager (der mit ca. 60 Minuten auskommt). Da wir Funkenschlag im (eh schon zu vollen) Regal haben und mir beim Fabrikmanager auch ein wenig die Interaktivität fehlt, blieb es dann doch ungekauft, war aber eine knappe Entscheidung…
Wertung: 6,5/10

Das perfekte Alibi (Heidelberger)
Hier habe ich nur die Regeln gelesen und da Material angeschaut. Mit nur 4 Spielern und auf der Messe machte das irgendwie keinen Sinn zu spielen. Mein erster Eindruck war auch nicht der tollste, nachdem ich die Regeln jetzt aber nochmal angeschaut habe, glaub ich aber, dass das ein ganz nettes Partyspiel sein könnte, wenn man es richtig angeht. Da die Regeln eigentlich ausreichen und man mit etwas Eigenphantasie gar kein Material braucht, werde ich das in zwei Wochen einfach mal mit einer größeren Menge Mitspieler ausprobieren. Evtl. wirds dann ja doch gekauft, 9 Euro ist ja nun wirklich nicht viel…
Wertung: – (nicht gespielt)

Mein Name ist Hase Elch (Heidelberger)
Nochmal der Heidelberger Spieleverlag, nochmal ein Spiel, das wir nicht selber gespielt haben und wo es hier noch schwerer ist, zu erahnen, ob es Spaß machen kann oder nicht. Im Endeffekt geht es wohl nur darum, dass jeder Spieler wilde Verrenkungen macht und das ganze irgendwann abrupt aufhört und jeder komisch aussieht. Den Aufwand, dann die Punkte zu errechnen könnte man vermutlich sogar sparen, zumal hier Diskussionen wohl nicht ausgeschlossen sind.
Nix für meien Spielrunde, eher was für Kinder.
Wertung: – (nicht gespielt)

Who would win (Gorilla Games)
Auch wieder ein Spiel, für das man mit Eigenphantasie gar kein Material braucht, wir haben es aber dann trotzdem gekauft. Schließlich muss man Kleinverlage unterstützen und die Phantasie der Autoren ist dann vielleicht doch größer als die eigene.
Die Regeln sind auch schnell erklärt: Zwei Spieler schlüpfen in die Rolle einer berühmten Persönlichkeit (davon gibt es eine Menge in dem Spiel, teilweise (da es ein amerikanischer Verlag ist), sind mir die nicht bekannt, aber da deren Beruf auch dabei steht (z.B. Football-Spieler), ist das kein Problem) und Anschließend wird eine Kategorie ausgelost, in der die beiden gegeneinander antreten. Das kann z.B. “Kinder groß ziehen”, “Angeln” oder “Armdrücken” sein. Nun hat jeder Spieler 20 Sekunden zeit, ein Plädoyer abzugeben, warum gerade sein Charakter in dieser Kategorie gewinnen würde. Die anderen Mitspieler entscheiden dann, wer gewonnen hat. So einfach.
Wertung: 6,5/7 (nach einer einzigen Plädoyer-Runde)

Hive (Huch & Friends)
Schon ein älteres Spiel, das wir nun doch auch mal getestet haben. Es handelt sich um ein strategisches Zweipersonenspiel, bei dem jeder einen Tierschwarm besitzt (aus einer Bienenkönigin, Ameisen, Käfern, Heuschrecken und Spinnen) und der Spieler verloren hat, dessen Bienenkönigin zuerst von allen Seiten von anderen (auch eigenen) Tieren umzingelt ist. Jedes Tier hat dabei andere Zugmöglichkeiten und da Figuren nicht geschlagen werden können (höchstens durch den Käfer blockiert), ist das Kräfteverhältnis stets ausgewogen und das Wuselgefühl kommt sehr schön rüber. Wie sich die Biene immer wieder windet, aber sich am Ende doch nicht aus den Fängen der anderen Tiere befreien kann, das passt wirklich gut zum Thema. Aber wie beim Schach wird es auch hier so sein, dass sich gewisse Muster ausbilden werden und unerfahrene gegen erfahrenere Spieler kaum eine Chance haben. Daher nichts für unser Spieleregal, aber trotzdem eine Empfehlung.
Wertung: 7/10

Pandemie – Schweinegrippe als Fluch oder “Segen”?

Im letzten Jahr wurde auf der Spielmesse in Essen das Spiel “Pandemie” vorgestellt, welches ich damals leider nicht angespielt habe, obwohl ich gutes von gehört hatte.
Es handelt sich um ein kooperatives Spiel, d.h. alle Spieler kämpfen gemeinsam und gewinnen oder verlieren als Einheit. Der Gegner ist (der Titel des Spiels lässt es erahnen) eine Pandemie, die aus vier verschiedenen Seuchen besteht und jeder Spieler hat eine spezielle Rolle (z.B. Arzt, Wissenschaftler oder Betriebsexperte), dessen Fähigkeiten er in die Teamarbeit einbringen muss, um die Seuchen rechtzeitig zu stoppen.
Wie gesagt: Ich hab das Spiel noch nicht gespielt, aber was man so an Rezensionen im Netz liest (siehe z.B. hier), soll es sich wirklich lohnen (Kooperationsspiele haben nicht unbedingt den besten Ruf, oft “funktionieren” sie nicht so wirklich) und ich werde das Spiel sicher noch testen (dann hier vielleicht mehr dazu).
Warum ich jetzt aber eigentlich von dem Spiel anfange ist klar: Momentan zieht die Schweinegrippe um die Welt und das Wort Pandemie ist in aller Munde. Die Frage ist nun: Hilft das dem Spiel, oder ist das ein ungünstigster Zeitpunkt, um ein Spiel mit diesem Thema in den Regalen liegen zu haben?
Ich persönlich bin ja mit einem solchem Humor ausgestattet, dass ich einen Schweinegrippe-Themen-Spieleabend machen würde (da könnte dann auch das lustige Schweine-Würfelspiel “Schweinerei” oder Snorta gespielt werden), aber ich kann mir auch vorstellen, dass es einige Leute gibt (vor allem die, die persönlich betroffen sind), die ganz anders sehen. Da sterben die Menschen auf der ganzen Welt (ok, bisher ja wohl nur in Mexiko) und andere Leute setzen sich an den Tisch und spielen das Szenario gesellig nach.
Was meint ihr?

PS: Hab gerade auf BoardGameGeek eine ähnliche Diskussion gefunden (auf englisch), im größten deutschen Spielediskussionforum auf spielbox.de konnte ich dazu noch nichts finden, werde da auch mal in die Runde fragen, und den Thread dann hier verlinken…
UPDATE: Hier nun der Link zum spielbox-Forum

Erster Deutscher löst 24.000-Teile-Puzzle

Ich weiß nicht mehr, wie viele Teile mein größtes Puzzle damals (zu meiner Puzzlezeit) hatte, weiß aber noch genau, dass ich es über Karneval auf dem Tisch liegen hatte und wild rumfummelte, während nebenher meine neuen Enigma-CD (“Le Roi Est Mort,Vive le Roi!”, das Jahr wäre mit 1996 dann auch gegeben) lief.
Das Motiv war auf jeden Fall die Skyline von Manhattan, bei Tag und mit ner Brücke (ich will mich jetzt auf keine festlegen) im Vordergrund. Google hilft mir da nicht weiter, so ein Motiv scheint es nicht mehr zu geben. Aber bald ist ja wieder Karneval, dann bin ich wieder daheim und dann kann ich nachgucken, was denn da für eine Zahl auf der Schachtel steht. Ich tippe mal auf 5.000 (und befürchte, dass es am Ende nur 3.000 waren…).

Das Problem war, dass das Motiv zu 1/3 aus Häusern bestand und der Rest zur Hälfte aus blauem Wasser und blauem Himmel bestand. Und der Himmel war sehr wolkenfrei und sehr blau. Ich hab das Puzzle nie fertig gemacht und seit dem nie wieder ein Puzzle angefasst (der Häuserteil müsste aber in kleinen Teppichstückchen sauber in der Schachtel liegen und auf eine Vollendung warten).

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Puzzle-Offensive.de  - Tausende Motive zur Auswahl

Will sagen: Es gab mal eine Zeit, da hab ich viel gepuzzelt und nach immer mehr Teilen gestrebt, bis ich am Himmel zerbrochen bin. Doch wenn ich jetzt von “Life”, dem “größten Puzzle der Welt” lese, dann fangen meine Finger doch wieder zu zucken an. Hab ich natürlich keine Zeit für und den Platz erst recht nicht (immerhin ist das fertige Puzzle am Ende über 4 Meter lang und ca. 1,5 Meter breit…).

life_puzzle

Dafür entgeht mir dann auch, dass ich in den Genuss komme, als erster deutscher Mensch, der dieses Puzzle fertig gestellt hat interviewt zu werden. Das entgeht übrigens so ziemlich jedem, denn diesen ersten Deutschen gibt es mittlerweile. Und das Interview auch, nämlich auf puzzlekatalog.de. In dem erzählt der Puzzler, dass er ca. 6 Monate an dem Teil gesessen hat (mit ein paar Pausen). Ich will Frau Bü nicht erleben, wenn ich so lange ein Puzzle irgendwo rumliegen hätte, uiuiuiuiui…

Wer nun denkt, dass er das auch hinbekommt (nur viel schneller, was dann ja auch ein deutscher Rekord wäre, ich würd den dann glatt auch interviewen), der kann sich die 24.000 Pappteile ja bestellen. Mit 159 Euro sind das gerade mal 0,67 Cent pro Teil. Wenn das mal nicht ein super Preis-Leistungsverhältnis ist.
Wer sich mit dem Motiv und dem Puzzeln aber erstmal gemütlich vertraut machen will, der kann auch erstmal die “Mini”-Ausgabe (3000 Teile, 157 x 53,5 cm, 1 Cent pro Puzzleteil) lösen. Interviewt wird er von mir dann aber nicht ;-)

Schnick, Schnack *schluck* – Stein, Schere, Papier mit 25 oder gar 101 verschiedenen Gesten

rps25

Letztens hatten wir beim Spieleabend noch einen Freiraum von mageren 5 Minuten (bis jemand seinen Bus bekommen musste) und uns fiel nicht sonderlich viel ein, was man denn spielen könnte. Außer halt “Schnick, Schnack, Schnuck” (wie “Stein, Schere, Papier” bei uns heißt). Aber als dann gleich die typische Frage aufkam “Mit oder ohne Brunnen” haben wir das auch wieder verworfen. Denn diese Grundsatzdiskussion hätten wir ja unmöglich in 5 Minuten führen können. Dabei ist ganz klar: Ohne Brunnen! Denn der macht die Waffen dann ungleich stark.

Gott sei Dank gibt es aber auch für die Leute, die nur mit drei Zeichen nicht genug gefordert sind eine Abhilfe: RPS 25 (RPS steht natürlich für “Rock, Paper, Scissors”) gibt einem gleich 25 verschiedene Handverformungen vor und löst in einem übersichtlichen Diagramm auch auf, was denn nun gegen was gewinnt:

rps25

Und hier gibt es zu jeder Schlagregel auch noch die Begründung in tabellarischer Form.

Wem das mit der Zeit dann auch zu langweilig wird, der kann ja auf die neue Version des gleichen Autoren zurückgreifen. Die nennt sich RPS 101 und benötigt beide Hände, um wirklich 101 einigermaßen unterscheidbare Zeichen hinzubekommen. Und eine Flash-Version des Diagramms, um die viel zu lange tabellarische Übersicht (gibts auch zum Durchklicken mit größeren Bildern zu jeder Geste) leicht durchschaubar zu machen.

PS: Passend dazu noch ein sehr cooler Cartoon von “Nicht Lustig”: Die alten Widersacher “Captain Schere”, “Super-Stein” und “Papier-Man”

PPS: Gerade mit Erschrecken festgestellt, dass man “Stein, Schere, Papier” tatsächlich auch bei Amazon als Spiel kaufen kann. Sachen gibts… (Vor allem ist da auch der Brunnen dabei, pfui!)

Spiel des Jahres 2008: Keltis

Da ich im letzten Jahr die Flitterwochen auf Sri Lanka und den Malediven der Spielemesse in Essen vorgezogen habe (wer hätte das nicht…), konnte ich mir keinen wirklichen Überblick über das Spielejahr 2007 schaffen (was auch durch andere Faktoren noch verstärkt wurde). Daher kann ich absolut kein Urteil über das Urteil der Jury fällen, die heute “Keltis” zum Spiel des Jahres 2008 gekürt hat.
Wenn ich aber dann lese, dass “Keltis” quasi die Spielmechanik von “Lost Cities” auf ein 4-Personenspiel erweitert, dann erweckt das bei mir doch deutliches Interesse, da ich “Lost Cities” sehr gerne mal zwischendurch (dann auch so 2-3 Mal, weils eben so schnell geht) spiele. Ja, ich hab “Lost Cities” sogar mit meiner frisch angetrauten Frau auf Sri Lanka gespielt, wen mich meine Erinnerung nicht trübt. Lässt sich aber nachprüfen, denn jedes Fliterwochenspiel wurde fotografiert um hier eine kurze “gute Zweipersonenspiele für den Urlaub”-Reihe zu bringen. Sollte ich mal langsam machen, immerhin ist wieder Urlaubszeit…

Wie auch immer: Keltis werde ich mir sicher ansehen (spätestens auf der Spielemesse 2008, von der mich in diesem Jahr glücklicherweise nichts abhält) und kann mir gut vorstellen, dass es meine Spielesammlung bereichern wird. Auch wenn ich die Erfahrung gemacht habe, dass ich tendenziell weniger Spaß an Spielen des Jahres habe…

Tischkicker XXL – 22 Freunde müsst ihr sein

So, hat Deutschland also tatsächlich Portugal besiegt, hätte ich vorher nie im Leben drauf gewettet. Die Boulevardpresse übertrifft sich selbst an Geilheit: Das deutsche Team hat “portugeil” gespielt, insgesamt ein “schweinigeiles” Spiel. Heieiei… Was sagen die erst, wenn wir tatsächlich das Finale gewinnen sollten? (Fürs Halbfinale wäre ja noch “türgeil” möglich. Ich melde hiermit Patent auf dieses Wortspiel an, einzig Inishmore darf das Wort im Zuge seines grandiosen, unfassbar kompetenzfreien EM-Tagebuchs kostenlos verwenden)

Egal, die viel wichtigere Frage ist doch: Was machen wir nach dem Finale? Der Körper ist doch jetzt so dran gewöhnt, fast täglich auf der Couch zu sitzen und ein “geiles” Spiel im Fernsehen zu sehen. Und dann auf einmal: Entzug! Bis zum Bundesligastart dauert es noch, wie also die Gier nach den 22 Männern befriedigen, die nur das Ziel haben, einen Ball ins Tor zu bekommen?

Einfachste Lösung: 21 Freunde zusammentrommeln und selber spielen. Problem: Der Körper hat die letzten Wochen nur auf der Couch gesessen und sich von Chips, Bier und Euphorie ernährt. Zu viel Bewegung geht also mal gar nicht. Also doch lieber mal nur Tischfußball. Dummerweise hat man jetzt schon seine 21 Freunde eingeladen, an einen normalem Tischkicker passen aber maximal 4 Personen, geht also nicht.

Gut, dass die holländische Brauerei Amstel das Problem ihrer Kundschaft kennt und (leider nur für Promo-Zwecke) diesen Tischkicker für 22 Spieler (theoretisch gehen bestimtm auch 44, wenn jeder halt nur ein Dingens nimmt) gebaut hat:

Tischkicker XXL

Mehr Bilder gibts hier. Ich kann mir aber vorstellen, dass man als Torwart doch ziemlich schnell Langeweile bekommen könnte, da der Ball wohl relativ oft im Mittelfeld festhängen wird. Quasi genau das, wie die Amis (hier personifiziert durch die Simpsons-Macher) sich Fußball vorstellen:

(da muss ich wieder an Jojos Idee denken, das Mittelfeld rauszukürzen. Bei den Amis würde er da sicher auf offene Ohren stoßen…)

Aber ich hab mir da was überlegt: Die Spieler an den Enden des Tischkickers, können ja einfach in Zeiten, wo der Ball noch meilenweit entfernt ist, mit diesem Mini-Tischkicker eine kleines Spiel im Spiel spielen. Den hab ich sogar tatsächlich selber hier zuhause stehen, denn nen eigenen Kicker wollte ich immer mal haben, der Platz hat halt nicht für mehr gereicht…
Gibts übrigens in noch minimierterer Form: Dieses Tischfußball-Trinkspiel hat nur einen Spieler pro Mannschaft (passender Witz dazu), dafür aber noch eine praktische Halterung für zwei Schnapsgläser. Da hat doch der Fußballfan drauf gewartet…

Der Spielefan greift dann allerdings eher zu diesem “13 in 1″-Tischkicker:

13 in 1 Tischkicker

Denn der hat nicht nur nen Fußballkicker, sondern auch noch Billard, Tischtennis, Speed-hockey, Bowling, Dame, Schach, Black Jack, Curling, Craps, Skat, Pool 8-Ball, 9-Ball, Roulette (nur Spielfläche) und Backgammon (Brett ohne Steine) in sich vereint.
Ist aber nix für mich, ich bin kein Fan von Spielesammlungen. Wenn, dann will ich die Sachen dann auch richtig haben und nicht irgendwelche komischen Abklatsche, damit man das schön kombinieren kann…

Monopoly Ulm / Neu-Ulm

Vor fast einem Jahr gabs hier den letzten Beitrag, was irgendwie ja nicht so der Bringer ist, darum versuche ich einfach nochmal, dieses Blog mit Leben zu füllen.
Und da der letzte Beitrag mit Monopoly zu tun hat, knüpfe ich mal gleich daran an, damit der Übergang leicht von der Hand geht.

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass sich in meiner nicht gerade kleinen Spielesammlung keine einzige Ausgabe von Monopoly gibt. Klar, hab eich das Spiel schon gespielt, sogar gerne. Aber ich habs einfach nicht in meiner Sammlung. Ich wüsste auch nicht, welche Ausgabe ich mir den kaufen sollte, die Auswahl ist ja immens.

Ich hab hier mal 43 verschiedene Versionen zusammengestellt, für einen kleinen Überblick.

43 verschiedene Versionen klingt jetzt schon nach ziemlich viel. Allerdings muss ich anmerken, dass da die ganzen lokalisierten Spiele noch gar nicht dabei sind.

Jede Stadt (und jedes Bundesland), die irgendwas auf sich hält und die Mindestanzahl an Straßen bereithält, hat eine eigene Ausgabe. Auf die schnell konnte ich 64 Stück (!) zusammenklicken:

Und wer sich da mal durchklickt wird feststellen, dass eigentlich nur noch Ulm und Neu-Ulm fehlen. Doch auch diese Lücke ist ab morgen geschlossen, denn passend zu “Baden-Württemberg spielt” kommt die Monopolyausgabe zu genau diesen beiden Städten raus:

Monopoly Ulm/Neu-Ulm

Getestet werden darf die dann gleich bei einem Monopoly-Turnier bei der Donauhalle, wo Ulm sich am 22. Juni zum Spielen trifft. Wenn ich rechtzeitig aus München zurückkomme, werde ich da sicher auch mal vorbeigucken, zumal auch Jan da ist, um den Menschen Tac näherzubringen (lohnt sich, hingehen!).

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[via Südwestpresse]