Themenabend: Welttag des Designs

Letzter Beitrag für heute, versprochen. Aber ich muss am Anfang ja ein wenig Content schaffen und bevor die Kategorie “Themenabend” leer bleibt, füll ich die eben auch noch.
Worum gehts? Wenn einem das Spieleregal überquillt, dann erleichtert das einem nicht unbedingt die Wahl, welches Spiel man denn nun spielen soll. Da hilft ein Themenabend, an dem man eben nur Spiele zu einem bestimmten Thema spielt. Wir haben so z.B. schon gemeinsam den Abend der Bundestagswahlen mit Prognosen gucken und dazu thematisch passenden Spiele verbracht (dazu dann im Mai mehr, wenn in Frankreich gewählt wird). Und dazu will ich hier immer mal wieder tagesaktuelle Anregungen geben und dabei gleichzeitig ein paar Spiele kurz vorstellen, ohne gleich aufwändigere Kritiken zu verfassen.

Und da heute der Welttag des Designs ist (René sollte sich was schämen, dass ich sowas aus dem Radio erfahren muss), gibts heute drei schön anzuschauende Spiele. Reicht nicht ganz für nen vollen Spieleabend, aber ihr habt da sicher auch noch andere schöne Spiele rumstehen, oder? Vorschläge gerne in den Kommentaren.

Den Anfang macht natürlich ein Spiel von LudoArt. Hier ist der Name wirklich Programm, denn jedes der Spiele ist ein wahres Kunstwerk. Meist sind die Spielelemente aus Holz (wie z.B. bei Fragile), oder auch mal aus Zinn (wie bei dem unwahrscheinlich schönen, aber dann auch eben 100 Euro teuren Black Elephant).
Die Preise sehen dann natürlich auch entsprechend aus und so befindet sich bisher nur “Ganster” in meinem Besitz.

Gangster

Bei Gangster gibt es (außer der üblichen Holzschachtel und der Spielfiguren) nichts aus Holz, dafür aber echte (entschärfte) Patronen und echte Kunstwerke als Spielplättchen. Die Zeichnungen der bekannten Gangster (und ein paar Gastfiguren, wie dem Spieleautor und -grafiker) stammen allesamt aus der Feder von Robert Nippoldt und stammen aus seinem gleichnamigen Buch “Gangster. Die Bosse von Chicago“, für das er vom Deutschen Designer Club und mit dem Red Dot Design Award 2006 ausgezeichnet wurde (mehr dazu auf der Website zum Buch, die auch etliche Bilder bereit hält).

Don als GangsterIm letzten Jahr wurde das Spiel auf der Spielemesse in Essen vorgestellt, wo man sich dann auch vom Künstler zeichnen lassen konnte. Das Ergebnis will ich euch natürlich nicht vorenthalten (nein, ich rauche nicht).

Kurz noch zum Spiel: Es ist ein ziemlich kopflastiges Spiel, lange Grübelphasen bleiben nicht aus. Besonders zu zweit lässt es sich sehr gut spielen, maximal zu viert.

Der Themenabend geht weiter mit “Das Spiel” (ja, das heißt wirklich so. Mit der doofen Amazon-Suche nicht wirklich eicht zu finden…).

Das Spiel

Eigentlich ist der Name aber komplett falsch, denn es handelt sich hier nicht um ein Spiel, sondern um das Material für ganz viele Spiele. Und dieses Material sieht exakt so aus: 166 Würfel und eine Grundfläche, auf der die Würfel zu einer Pyramide gestapelt werden können. Und dazu gibt es dann in der Anleitung 6 verschiedene Spielregeln, auf der Hersteller-Website “regelmäßig” neue (momentan sind es vier) und im Internet etliche mehr (z.B. dieses pdf mit 57 Varianten). Wem das noch nicht reicht, der kann auch noch das Erweiterungspaket “55” kaufen, in dem (dreimal dürft ihr raten) 55 neue Würfel und 2 neue Spielvarianten zu finden sind. Und da es diese Erweiterungen auch noch in 6 verschiedenen Farben gibt, lässt sich da einiges an Würfeln zusammenkaufen…
Optimal spielen sich die meisten Spiele übrigens zu dritt (der Pyramidenform sei Dank), mehr oder weniger Spieler sind aber auch möglich. Mein Favorit ist übrigens “Abquetschen” (aus der Originalspielregel).

Und da aller guten Dinge ja bekanntlich drei sind, kommt hier noch ein formschönes Spiel. Es handelt sich um das Importspiel (Versand nochmal genauso hoch wie das schon nicht gerade billige Spiel, heieiei) “Deflexion” und ähnelt einem alten Computerspiel-Klassiker, in dem man mit Hilfe von ein paar Spiegeln einen Laser auf ein bestimmtes Ziel richten musste.

Deflexion

Hier geht das sehr ähnlich. Zwei Spieler spielen auf einem Schachbrett-ähnlichen Spiel gegeneinander und bewegen oder drehen ihre Spielfiguren nach bestimmten Regeln. Diese Spielfiguren sind nun zum größten Teil mit Spiegeln ausgestattet. Nach jedem Zug muss der Spieler seinen (echten) Laserstrahl aktivieren. Dieser wird im idealfall so durch eigene und fremde Spiegel abgelenkt, dass er am irgendwann eine Figur an einer “spiegelfreien” Stelle trifft. Diese Figur kommt dann aus dem Spiel, handelt es sich um den Pharao (quasi der König aus Schach), so ist das Spiel gewonnen (es sei denn, man hat eine Kleinigkeit übersehen und dummerweise den eigenen Pharao getroffen. Dann hat man natürlich verloren…).

Ist natürlich auch wieder ein reines Grübler-Spiel, in dem es gilt, die richtige Strategie zu finden und sich da möglichst nicht vom Gegner stören zu lassen. Ist aber deutlich schneller und spannender als Schach. Die Deflexion-Website hält noch ein paar mehr Fotos und Videos parat (will bei mir aber gerade nicht so richtig laden).

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2 Kommentare

  1. Nils Hitze sagt

    am 10. Mai 2007 @ 15:25

    Sehr relaxt das Deflexionspiel. Ist was für mich zu Weihnachten und was, das meine Frau mal wieder nicht mit mir spielt. Seufz. Ich glaube Dachau braucht dringend einen Brettspieleclub und ich mehr Geld.

  2. Der will doch nur spielen » Spiele für Informatiker sagt

    am 5. Mai 2009 @ 23:20

    [...] aber lieber mit echtem Laser spielen kann, wäre wohl Deflexion ein gutes Spiel. Da hatte ich hier schonmal drüber geschrieben. Passt hier auch ganz gut, da es früher ja auch mal ein sehr beliebtes Spiel gab, bei dem man [...]

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